Es ist soweit, die neue Beratungsplattform “ Kinderwürde Udo Baer und Team“ ist online

Es ist soweit, die neue Plattform Kinderwürde Udo Baer und Team ist online. Wir wenden uns an Eltern und andere Erziehende. Die Plattform gibt Antworten auf Fragen, die gestellt werden,…

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Konstruktive und destruktive Wirksamkeitsbemühungen

 

 

von Udo Baer

Wenn Kinder und Jugendliche ins Leere gehen, wenn sie sich unwirksam fühlen und wiederholt die Erfahrung machen, dass sie keine Wirkung auf andere Menschen haben, dann verfestigt sich in ihnen das Bild, dass sie anderen egal sind, dass sie es nicht wert sind, beachtet zu werden. Dieses Gefühl ist zumindest auf Dauer kaum aushaltbar und deswegen kämpfen Kinder und Jugendliche darum, wirksam zu werden.

Dies geschieht oft destruktiv. Sie machen etwas kaputt, sie werden aggressiv, sie hauen, schimpfen, beleidigen usw. Auch dann sind sie wirksam, aber diese Wirksamkeit besteht darin, dass sie ausgeschimpft und bestraft werden, ganz gleich ob im Elternhaus, in der Kita oder in der Schule.

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Selbstwirksamkeit und Wirksamkeitserfahrungen

 

 

von Udo Baer

Man liest oft die Aufforderung, dass wir Therapeuten*innen, Pädagogen*innen, Erzieher*innen und Eltern die „Selbstwirksamkeit“ der Kinder und Jugendlichen stärken sollen. Doch was ist das? Schaut man sich die psychologische Literatur zu diesem Thema an, wird deutlich, dass es nicht so sehr um die Selbstwirksamkeit geht, sondern um die Selbstwirksamkeits-Erwartungen. Erwartet ein Kind, dass es etwas bewirken kann? Wenn ja, hat es eine hohe Selbstwirksamkeit, wenn nein, eine niedrige.[1] Doch diese Erwartung ist nur ein Teilaspekt und nicht der wichtigste.

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Abschied tut weh……..

 

 

 

In der Grundschule ist ein siebenjähriges Kind, das oft verstört wirkt. Die Mutter klebt sehr an ihm, verabschiedet sich nur schwer und kommt dann jeden Tag nochmal ans Fenster und klopft, bis das Kind reagiert. Was ist zu tun?

Zunächst einmal sollten Sie mit der Mutter reden und sie bitten, ja auffordern, nach dem Abschied nicht mehr zu dem Kind zurückzukommen und an das Fenster zu klopfen. Das stört die Klasse und das Kind. Das beeinträchtigt, dass das Kind lernen kann, sich zu verabschieden. Die Mutter ist Vorbild und sollte sich auch so verhalten. Wenn sie das nicht kann, können Sie ihr empfehlen, dass sie sich selbst Hilfe suchen sollte. Manche Menschen sind so oft und so intensiv allein gelassen worden, dass sie sich nur noch schwer verabschieden können. Da helfen dann nur Beratung oder Therapie. (mehr …)

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Wenn ein Kind zu klug und zu schnell ist …

 

 

Eine Lehrerin fragt:

Ein Kind in meiner sechsten Klasse ist überentwickelt. Es ist zu schnell, zu klug, oft auch altklug. Es bringt sich selbst Sprachen und anderes Wissen bei, muss alles besser wissen und weiß auch vieles. Was kann ich als Lehrerin tun?

Wenn ein Kind überdurchschnittlich intelligent und auch neugierig und wissensdurstig ist, dann braucht es vor allem Unterstützung in den Kontakten zu den anderen Kindern. Oft lehnen andere Kinder dieses Kind als „Streber“ oder „Besserwisser“ ab. Erwachsene bezeichnen es oft als altklug, manchmal sogar als arrogant. Doch was soll das Kind tun? Soll es seine Neugier abwürgen? Soll es sich verstellen, dass es vieles nicht mehr weiß? Solche hochintelligenten und wissensdurstigen Kinder müssen lernen, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sind dabei gelegentlich maßlos, weil sie nicht anders können. Das hat soziale Konsequenzen, die dazu führen können, dass sich die Kinder als Außenseiter oder gemobbt fühlen. Manche Kinder verlieren dann die Lust, überhaupt zur Schule zu gehen. Sie fürchten sich vor der Beschämung und dem Spott anderer. (mehr …)

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Sonderbeitrag: Von einem der auszog, das Entwürdigen zu verbreiten …

von Dr. Udo Baer Als der Kölner Psychiater Michael Winterhoff 2008 sein Buch veröffentlichte, in dem er zahlreiche Kinder als „Tyrannen“ oder „Monster“ beschimpfte, war die Aufregung groß. Auf der…

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Kinder in giftigen Atmosphären

von Dr. Udo Baer

Zu den Monstern der Entwürdigung zählt, Kinder und Jugendliche giftigen Atmosphären auszusetzen. Atmosphären wabern um uns herum und in uns hinein. Giftige Atmosphären sind solche, die Kinder und Jugendliche schleichend vergiften. Zwei Beispiele:

  1. G. lebt in einer Atmosphäre permanenter Angst. In ihrer Familie gilt,
    dass alle anderen eine Bedrohung sein können. Nichts darf wirklich
    gut sein. Alles Gute kann sich ja sofort in Schlimmes verwandeln.
    Für G. ist diese Atmosphäre selbstverständlich. Sie ist in ihr
    von Geburt an aufgewachsen. Auch sie selbst wird paranoid und
    kann keine freundschaftlichen Beziehungen zu Mitschüler*innen
    aufbauen. Auch die wohlwollendsten Lehrer haben bei ihr keine
    Chance. Die Eltern von G. haben in den Kriegen beim Zerfall des
    ehemaligen Jugoslawiens als kleine Kinder schlimme Kriegstraumata
    erlebt. Flucht, Vergewaltigung, Vertreibung, Denunziation,
    Gefangenenlager (Vater) … Diese Atmosphäre hat sie geprägt und
    schuf die Wolke der Angst und Bedrohung.

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Gedanken zur Diversität

 

 

von Dr. Udo Baer

Teil 1: Gemeinsamkeiten würdigen

Diversität ist zunächst einmal eine Beschreibung, dass es unterschiedliche Gruppen von Menschen gibt. Anfangs wurde darunter die „sichtbare Diversität“ verstanden, also Unterscheidungen vor allem nach Aussehen und Hautfarbe. Dann wurde das Spektrum der Diversität erweitert auf weitere Unterscheidungen, zum Beispiel nach sexueller Orientierung, Religionszugehörigkeit und anderem mehr.

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