Elternarbeit in Schule und Kindergarten, Teil 5: Wie geht Andocken?

 

 

 

Beitrag von Dr. Udo Baer

Bei Gesprächen mit Beziehungsstörungen oder -belastungen gibt es einen bewährten Grundsatz. Er heißt: Erst andocken, dann verändern. Wenn Sie die Beziehung mit einem Elternteil oder den Eltern verändern oder weiterentwickeln wollen, wenn Sie die Unterstützung der Eltern bei Ihren Bemühungen um das Kind anstreben, setzt das voraus, dass Sie zunächst einmal überhaupt eine gemeinsame Gesprächsebene finden. Also bedarf es eines Andockens an das, was der Gesprächspartner möchte, was ihn bewegt, was ihn umtreibt. Wenn Sie auf zwei verschiedenen Spuren fahren, werden Sie sich nie begegnen und weiter aneinander vorbeireden. Einige Hilfen, die dazu beitragen können, eine Begegnungsebene zu schaffen, sollen hier angeführt werden. Welche und wie Sie diese einsetzen und verwenden, hängt vom Gespräch ab, von Ihrer Persönlichkeit, vom Gegenüber usw. Nehmen Sie dies als Anregungen.

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Elternarbeit in Schule und Kindergarten: Elterngespräche, Teil 3 und 4

Beitrag von Dr. Udo Baer

 

In der Elternarbeit treten in Schule und Kindergarten öfters Probleme auf und es entstehen Fragen. Wir werden in den folgenden Beiträgen versuchen, einige dieser Fragen zu beantworten und praktische Hinweise zu geben. Die Beiträge erscheinen in unregelmäßiger Reihenfolge in diesem Blog.

 

  1. Verantwortung

 

Wenn Sie als Lehrer/in bzw. Erzieher/in mit den Eltern ein Gespräch über das Kind führen oder wenn Sie zu dritt, wenn das Kind dabei ist, über die Entwicklung in Kindergarten und Schule reden, dann haben Sie als Fachkraft die Hauptverantwortung für den Verlauf des Gespräches. Sie sollten den Einstieg bestimmen und Sie sollten die Verantwortung dafür übernehmen, den Eltern (und dem Kind) Rückmeldungen zu ihren Kindern zu geben.

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Gender. Die Welt in rosa und blau.

Ein Beitrag von Dr. Claus Koch

Ein Kaufhaus in der Stadt: Zwei Schaufenster, eines ganz in Pink und Rosa, eines ganz in Blau. In dem rosa Schaufenster: Playmobil City Life. Auf der Verpackung ein Einkaufsladen in rosa Ausstattung – im Laden drei, natürlich, Frauen beim Shoppen. Über allem thront eine Eistüte, mit, natürlich, rosa Eis. Playmobil Dollhouse: Schriftzug rosa: Darunter ein Kinderzimmer: Blaues Bett für den kleinen Sohn, rosa Bett mit Schmuckleiste für die kleine Tochter. Playmobil  Fashion Girls: Eine ganze Boutique in Rosa und Pink. Zwei Mädels beim shoppen und anprobieren. Playmobil Princess: Pferd mit rosa Mähne vor weiß-lila Kutsche. Frau in einem rosa Schlafzimmer bei der Anprobe. Daneben das blaue Schaufester: Playmobil Top Agents.

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Elternarbeit in Schule und Kindergarten, Teil 1 und 2

Beitrag von Dr. Udo Baer

 

In der Elternarbeit treten in Schule und Kindergarten öfters Probleme auf und es entstehen Fragen. Wir werden in den folgenden Beiträgen versuchen, einige dieser Fragen zu beantworten und praktische Hinweise zu geben. Die Beiträge erscheinen in unregelmäßiger Reihenfolge in diesem Blog.

 

  1. Das Dreieck: Kind-Eltern-Lehrer/innen/Erzieher/innen

Elternarbeit geht in ihrer Bedeutung weit darüber hinaus, die Eltern nur über die Leistungen in Schule und Kindergarten zu informieren. Kindergärten und Schulen sind Stätten, in denen Kinder in ihrer Sozialisation und Identitätsentwicklung wesentliche Erfahrungen machen. Nur wenn Eltern und Lehrer/innen/Erzieher/innen ein Arbeitsbündnis herstellen können, kann das Kind davon optimal profitieren. Die Entwicklung eines solchen Bündnisses ist deshalb zentrales Anliegen und Ziel der Elternarbeit.

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Jugend ohne Bindung. Teil 1: Bindungstheoretische Überlegungen zu den Wurzeln und Flügeln der 68er-Bewegung

Beitrag von Dr. Claus Koch

In diesem Jahr jährt sich der jugendliche Aufstand von 1968 zum fünfzigsten Mal. Historiker und Soziologen haben in zurückliegenden wie in den aktuell erscheinenden Büchern immer wieder auf die politische Bedeutung der Chiffre „68“ hingewiesen. Wenig oder gar nicht die Rede ist hingegen von den individuell-psychologischen Wurzeln der 68er-Bewegung, die ihr ihren ganz besonderen Stempel aufdrückten: Den Mut, in vielen Bereichen, u.a. auch in Erziehungsfragen, Neuland zu betreten, gesellschaftliche Utopien zu entwickeln und sich vom Bestehenden radikal zu verabschieden. Aber was hat „die 68er“ dazu motiviert, ein ganzes Gesellschaftsgefüge radikal in Frage zu stellen, und was bedeutet dies für die nach politischen Lösungen heutiger Probleme suchende Generation ihrer Kinder? In welchen Punkten unterscheidet sich deren Sehnsucht nach einer besseren Welt vom Aufbegehren ihrer Eltern?

In meinem gerade erschienenen Buch „1968. Drei Generationen – eine Geschichte“ versuche ich, diesen Fragen auch auf der Grundlage von bindungstheoretischen Überlegungen nachzugehen. Einige seien hier erwähnt.

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Was Kinder brauchen – Sieben Geschenke, mit denen Kinder eine sichere Bindung entwickeln können Teil 8: Das siebte Geschenk: Das große UND leben

Beitrag von Udo Baer

Viele Verhaltensweisen gegenüber Kindern sind von Einseitigkeiten geprägt: „Sie müssen immer konsequent sein und dürfen keine Ausnahmen machen.“ Oder: „Du darfst das Kind nicht verwöhnen!“ Oder: „Es muss aufgegessen werden, was man sich auf den Teller legt!“ … Wir lehnen solche Einseitigkeiten ab. Wir empfehlen stattdessen, dass große UND zu leben.

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Gastbeitrag: Die Praxis der gleichen Würde, von Jesper Juul

Die Praxis der gleichen Würde
Von Jesper Juul

Egal, wie problematisch wir das Verhalten von Kindern empfinden,wir sollen nie aufhören, sie als Menschen gleicher Würde zu behandeln.

Wenn wir verhaltensauffälligen Kindern unsere Aufmerksamkeit zuwenden, dann konzentrieren wir uns in der Regel auf ihr unangepasstes Verhalten.
Wir nehmen diese Kinder nicht wahr als die, die sie sind, sondern versuchen zu erklären, warum sie so geworden sind, wie sie sind. Wir forschen nach Ursachen von Symptomen. Fast ein ganzes Jahrhundert lang haben Psychologie und Pädagogik versucht, Verhalten zu klassifizieren, nach Symptomen zu ordnen, Symptome und Störungen zu diagnostizieren. Dies alles in der Annahme, dass wir bei exakter Diagnose eine Methode zur Behandlung abweichenden Verhaltens entwickeln könnten. Auf diese Weise behandeln wir nicht Menschen, sondern Symptome.

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Pubertät – Zeit des Wandels und der Selbstfindung

von Claus Koch

Pubertät bedeutet Abschied nehmen und Aufbruch.

Abschied: Die enge Bindung zu den ersten und wichtigsten Bezugspersonen, den Eltern, lockert sich immer mehr. Freunde werden immer wichtiger.

Aufbruch: Zeit der Identitätsfindung: „Wer bin ich?“ Die, als die mich meine Eltern, meine Freunde, meine Lehrer sehen? Oder der, als den ich mich selbst vorstelle.

Und dann noch die Frage: „Was will ich sein?“

Auf die existenziellen Bedürfnisse nach Geborgenheit und Sicherheit in der frühen Kindheit folgen in der Pubertät also die existenziellen Fragen. Es ist die Zeit, sich in den eigenen Zeichnungen und Bildern wiederzufinden, in einem Instrument, im Sport, beim Theater spielen und im Schreiben. Tagebuch und erste Gedichte.

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Was Kinder brauchen – Sieben Geschenke, mit denen Kinder eine sichere Bindung entwickeln können Teil 7: Das sechste Geschenk: Vorbild sein

Beitrag von Udo Baer

Wir Erwachsenen sind Vorbild für die Kinder, ob wir wollen oder nicht, ob uns dies bewusst ist oder unbewusst bleibt. Sie hören weniger auf das, was wir sagen, sondern orientieren sich mehr an dem, wie wir uns verhalten.

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Was Kinder brauchen – Sieben Geschenke, mit denen Kinder eine sichere Bindung entwickeln können Teil 6: Das fünfte Geschenk: Halt und Sicherheit

Beitrag von Udo Baer

Kindern Halt und Sicherheit zu geben, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch wie bei vielen Sätzen mit dem Wort „eigentlich“: Sie ist es nicht. Deswegen ist alles, was wir den Kindern an Sicherheit und Halt geben können, ein notwendiges Geschenk, damit sie nachhaltiges und vertrauensvolles Bindungsverhalten erlernen. Wer verunsichert wird, wer ungeschützt ist und Gefahren ausgesetzt wird, kann sich nicht anderen Menschen anvertrauen. Wie sollen vertrauensvolle Begegnungen möglich sein, wenn Kinder geschlagen oder verlassen werden?

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