Kein russisches Kind hat einen Krieg begonnen!
Eine Erzieherin erzählt, dass ein russisches Kind von anderen Kindern beschimpft wird, weil es für den Krieg sei.
Eine Erzieherin erzählt, dass ein russisches Kind von anderen Kindern beschimpft wird, weil es für den Krieg sei.
Von Claus Koch Es lässt sich täglich auf Neue beobachten. Kleine Kinder, die die Hand ihrer Eltern loslassen, rennen los. Auf dem Gehweg, am Strand, beim Spaziergehen. Egal wo. Wenn…
Erneut wurde Ende Mai dieses Jahres mit dem „Missbrauchskomplex Wermelskirchen“ ein Fall von Kindesmissbrauch gegenüber Säuglingen, Kleinkindern und Kindern öffentlich. Dieses Mal fand er nicht wie so oft im engeren…
Vor einigen Tagen waren Freunde mit ihrem knapp zweijährigen Kind bei uns zu Besuch. Das Kind saß auf seinem Hochstuhl mit uns beim Essen, dann drehte es den Kopf zur Seite und wandte seinen Blick hin zu einer buntbemalten Uhr, die bei uns auf einem Bücherregal steht und an deren Sekundenzeiger eine kleine Biene befestigt ist, die dort unablässig ihre Runden dreht. Die Biene selbst ist nicht einmal einen Zentimeter groß, aber sie und ihre unablässige Bewegung stießen bei dem kleinen Jungen auf große Aufmerksamkeit.
Von Claus Koch „Als das Kind Kind war“, so schreibt der österreichische Schriftsteller Peter Handke in seinem Gedicht „Lied vom Kindsein“, „ging es mit hängenden Armen,/ wollte der Bach sei…
Es ist soweit, die neue Plattform Kinderwürde Udo Baer und Team ist online. Wir wenden uns an Eltern und andere Erziehende. Die Plattform gibt Antworten auf Fragen, die gestellt werden,…
von Claus Koch Fast täglich begegnen uns Kinder, die ehrfurchtsvoll und mit großer Aufmerksamkeit die Arbeiten auf einer Baustelle betrachten. Alle Eltern kennen das: ihre Kinder vom Anblick einer Baustelle…
von Claus Koch
Alle Kinder, es mögen etwa zehn 7- oder 8-Jährige sein, stehen im Kreis. Nun geht eines von ihnen in die Mitte und fängt an zu sprechen. Was er oder sie in der letzten Woche Besonderes erlebt hat. Ben erzählt, dass sein Wellensittich gestorben ist, noch immer sei er sehr traurig. Mira hat auf dem Schulweg einem Obdachlosen etwas von ihrem Pausengeld in den Kaffeebecher geworfen, der vor ihm stand. Er habe ihr, gerade jetzt in der Weihnachtszeit, wo sich doch alle so sehr auf ihre Geschenke freuen, leidgetan, wie er da in der Kälte saß mit seinem Pappschild in der Hand: DANKE! Mohammed fasst sich kurz: Sein Opa sei krank und jetzt hoffe er, dass er kein Corona habe und bald wieder gesund ist. Schnell geht die Schulstunde vorüber. Eine Woche später werden sich andere Kinder in den Kreis stellen und von sich erzählen: Von etwas, das ihnen gutgetan hat, von etwas das sie bekümmerte oder vor dem sie gerade Angst haben. Vor Corona haben die meisten Kinder Angst. Sich und andere anzustecken, ausgegrenzt zu werden, wenn der Test positiv ist und sie nicht in die Schule dürfen. Manche aus ihrer Klasse kommen gar nicht mehr zur Schule, das finden andere Kinder gemein, weil ihre Mütter arbeiten müssen und gar nicht zuhause sein können, wie die Kinder anderer Eltern. Aber eigentlich wollen alle Kinder, dass die Schule offenbleibt. Weil sie dort ihre Freundinnen und Freunde sehen, dort zusammen spielen können und ja, einmal in der Woche einen Kreis bilden, in dem jedes Kind von sich und seinen Erlebnissen erzählen darf.
von Claus Koch
Eine bislang nur ungern benannte Folge von Corona besteht in der auffälligen Zunahme von Schulvermeidung und Schulschwänzen, wovon laut einer repräsentativen Umfrage der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der ZEIT Lehrerinnen und Lehrer berichten.* Genaue Fallzahlen liegen nicht vor, denn im Gegensatz zu anderen Ländern wird die längere Abwesenheit von Schüler*innen vom Unterricht in Deutschland kaum oder gar nicht erfasst. Besonders deutlich zeigt sich aber die Zunahme von Schulschwänzen in den sogenannten „Brennpunktschulen“, was einhergeht mit der Beobachtung, dass Lehrer*innen gerade hier ihre Schüler*innen auf digitalem Weg nur unzureichend oder auch gar nicht erreicht haben. Einige von ihnen, die ihren Lehrer*innen buchstäblich verloren gehen, ziehen aus diesem Umstand offensichtlich den Schluss, sich von „ihrer“ Schule ganz zu verabschieden, und zwar auch dann, wenn an den meisten Schulen der Präsenzunterricht wieder stattfindet.
von Udo Baer
Wenn Kinder und Jugendliche ins Leere gehen, wenn sie sich unwirksam fühlen und wiederholt die Erfahrung machen, dass sie keine Wirkung auf andere Menschen haben, dann verfestigt sich in ihnen das Bild, dass sie anderen egal sind, dass sie es nicht wert sind, beachtet zu werden. Dieses Gefühl ist zumindest auf Dauer kaum aushaltbar und deswegen kämpfen Kinder und Jugendliche darum, wirksam zu werden.
Dies geschieht oft destruktiv. Sie machen etwas kaputt, sie werden aggressiv, sie hauen, schimpfen, beleidigen usw. Auch dann sind sie wirksam, aber diese Wirksamkeit besteht darin, dass sie ausgeschimpft und bestraft werden, ganz gleich ob im Elternhaus, in der Kita oder in der Schule.